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Die Insel Ischia hat vulkanischen Ursprung. Die geologischen
Erscheinungsformen
sind vielfältig und einige davon sehr eindrucksvoll. Hier eine kleine
Auswahl:
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Die Blockmeere
sind Ansammlungen von großen Blocksteinen, die sich am Ende einer sog.
Rutschfläche befinden. Sie sind nicht anderes als
der Zerfall des Epomeo Zentralmassivs. Der Tuffstein, aus dem der Epomeo
besteht, verwittert sehr leicht und ist außerdem auch sehr zerklüftet.
Riesige Blöcke lösen sich aus dem Gesteinsverband und fangen an nach unten
in Richtung Meer zu rollen.
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Blöcke an der Pietra dell'Acqua |
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Die Felsenhäuser sind
eine besondere und sehr interessante Erscheinung auf der Insel Ischia. Sie sind von
Menschenhand geschaffen worden. Der Zerfall des Epomeotuff wurde zunutze
gemacht und aus den heruntergerollten Blöcken wurden Häuser erschafft.
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Felsenhaus in der Falanga |
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Die Fumarolen zeigen
die Gasaustritte der noch heißen Magmaherde unterhalb der Insel Ischia. Man
schätzt, dass die noch sehr heiße Magmakammer sich in ca. 3 Km Tiefe
befindet. Die Fumarolen befinden sich entlang sehr tiefreichender Risse, die
die ganze Insel Ischia durchziehen.
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Fumarole bei Fumaria |
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Auf der Insel
Ischia findet
man kleine, mittlere und großräumige Grabenstrukturen. Der große Ischia Graben
erstreckt sich zwischen Casamiccola und Ischia-Ponte. Eine mittlere
Grabenbildung findet man an der Westflanke des Epomeo.
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Grabenbildung im Westen der Insel |
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Der größte Teil der
Insel Ischia wird vom Bergmassiv des Epomeo eingenommen. Der Epomeo ist eine Horstbildung. Es
handelt sich um den ehemaligen Deckel einer Magmakammer. Durch Eindringen von
frischem Magma wurde der Deckel der Magmakammer nach oben geschoben und
brach dabei auseinander.
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Horstbildung nach Rittmann.
Leicht verändert vom Autor |
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Ein mächtiger
Lavastrom ist im Bronzezeitalter (d.h. vor ca. 5.000 Jahren) im Nordwesten der Insel Ischia bis 1 Km ins Meer
geflossen. Man hat errechnet, dass dort ca. 100 Millionen m³ Lava
ausgeflossen
ist. Das vorläufige Ende der vulkanischen Tätigkeiten auf Ischia ist mit dem Lavaausfluss
vom Vulkan Arso gleich zu setzen im Jahr 1301. ...
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Lavakamm der Arso Lava |
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Dome sind
Magmapfropfen, die meistens schon im Erdinneren erstarren und durch den Druck
des flüssigen Magma nach oben geschoben werden. Auf Ischia sind zahlreiche
Berge eigentlich Lavadome. Einen sehr anschaulichen, von der Verwitterung
sehr gut herauspräparierten Monolith Dom findet man im Norden von Ischia im
Ort Casamicciola, nahe bei dem Fussballplatz.
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Eine
besondere Erscheinungsform auf Ischia sind die pyramidenförmigen
Gesteinsformationen. Sie entstehen durch Wassererosion. Besonders
eindrucksvoll sind sie in der Cava Scura- und der Olmitello-Schlucht zu
betrachten.
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Pyramiden- Formationen |
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Die Insel
Ischia besteht
ausschließlich aus vulkanischem Gestein. Diese pyroklastischen Produkte nennt
man Tephra. Die
häufigsten Gesteine sind: Tuffe, Bimse, Obsidian, Schwefelkristalle, Lava, Lapilli, Aschelagen, pyroklastichen Blöcken
und Bomben.
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Thermisch geprägter Bimsstein |
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Die Tafoni Verwitterung
ist eine interessante Verwitterungsform, die das Gestein aushöhlt. Dabei
entstehen bizarre Gesteinsformationen wie z.B. der Fungo in Lacco Ameno,
die Wabenstrukturen am Epomeo, der Adlerkopf in Forio usw..
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Tafoniverwitterung auf dem Epomeo |
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Die Thermalwasserquellen sind der Reichtum der Insel
Ischia.
Man findet Thermalwasseraustritte in küstenahen Bereichen. Früher konnten
unsere Ahnen nur
das Wasser, das direkt ans Tage kam nutzen. Heute - durch die technische
Entwicklung - hat fast jedes Hotel ein Thermalwasser-Schwimmbad.
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Thermalwasser-austritt bei Piazza Bagni |
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Ischia
ist vom Meer umspült. Die Gesteine die ins Meer fallen, werden in der Form
verändert. Die Verarbeitung der Tuffgesteine durch das Meerwasser bringt seltsame
Formen hervor wie z. B. Kartoffel-, Eierform usw.
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Eierförmiger Tuffstein bei der Scarrupata |
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Verstreut über die
ganze Insel Ischia sind mehr als 40 Vulkane kartiert worden. Da die Insel
Ischia geologisch sehr jung ist, sind einige davon noch sehr gut erhalten.
Der am besten erhaltene Vulkan ist der Rotaro, der sich im Norden der Insel
Ischia, im Ort Casamicciola befindet
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Vulkankarte der Insel Ischia |
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Jeder
Vulkanaufbau weist einen Krater auf. Durch die Erosion werden die
Flanken der Vulkane sehr schnell abgetragen. Damit verschwinden
dann auch langsam die Kraterformen. Auf Ischia sind noch einige sehr gut erhaltene Vulkankrater
zu sehen,
die ihre Rundform erhalten haben.
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Der Rotaro-Krater bei Casamicciola |