EuroGeoPark-Projekt

Im Rahmen eines internationalen Programms für die Förderung, Harmonisierung, Entwicklung und Integration des ökologischen- bzw. des sanften naturnahen Tourismus ist das EuroGeoPark-Projekt gestartet worden. Die Entwicklung des Konzeptes EuroGeoPark basiert auf den vielfältigen und teilweise weltweit einzigartigen geologischen und landschaftsgeschichtlichen Attraktionen der europäischen Regionen. Die Schwerpunkte des Projektes sind:
  • Die landschaftlichen attraktiven Regionen zu schützen und für die nachkommende Generation unangetastet zu konservieren bzw.
  • Die Förderung des sanften naturnahen Tourismus und
  • eine verstärkte Geowissenschaftlich-naturkundliche Öffentlichkeitsarbeit und
  • Bildungsinitiative um diese Regionen international bzw. weltweit bekannt zu machen.
Die Errichtung des EuroGeoParks verfolgt folgende übergeordnete Ziele:
- Förderung der Zusammenarbeit im Tourismus - überregional und international – mit einer klaren und einheitlichen Präsentation
- gemeinsamer Ausbau und Vermarktung der Gebiete
- Förderung der Anziehungspunkte der jeweiligen Regionen (GeoParks) mit der Integration der Natur und Landschaft
- Förderung des Interesses und Verständnisses an Geologie, Landschaft und Naturschutz
- Bildungsinitiative für die Geologie, Landschaftsgeschichte und Naturschutz - vom Vorschulalter bis zum Pensionaten.

Das Konzept EuroGeoPark sieht vor, eine Erlebniswelt geologischer Attraktionen - eine Art “natürliches Freilichtmuseum” - in den regionalen Geoparks zu schaffen. Dabei sollen neue EuroGeoTrails und EuroGeoPoints unter Einbeziehung bereits bestehender touristisch erschlossener und für die breite Öffentlichkeit zugänglicher Einrichtungen errichtet werden.Das Konzept sieht weiterhin vor, diese Einrichtungen einheitlich zu vermarkten und multimedial zu präsentieren, wobei die Individualität der geplanten regionalen GeoParks im In- und Ausland erhalten bleiben soll. Zusätzlich sollen in Form von EuroGeoCentern, EuroGeoEvents und EuroGeoAdventures ständige Einrichtungen geschaffen und Veranstaltungen organisiert werden, die im Rahmen einer breit angelegten Bildungsinitiative mit interaktiven Inhalten das Bewusstsein für erdgeschichtliche Zusammenhänge mit Natur und Umwelt in der Öffentlichkeit erweitern und einen weiteren Anziehungspunkt für naturverbundene Touristen darstellen.

Folgende Aktivitäten sind geplant:
  • Entwicklung eines gemeinsamen EuroGeoPark-Folders, der alle geologisch-naturkundlichen Attraktionen vereint und Detailinformationen zu diesen Einrichtungen beinhaltet.
  • Erstellen einer GIS-basierten EuroGeoPark-Homepage, die graphisch anschaulich und aktuell über alle Einrichtungen und Aktivitäten des EuroGeoParks informiert und mit weiteren Homepages der Einzelveranstalter, Tourismusverbände etc. verlinkt ist.
  • Ausweisung von Geolehrpfaden - sogenannten EuroGeoTrails - und Geopunkten (Geotope, Naturdenkmale, geologisch & paläontologisch interessante Areale, Aussichtspunkte etc.) - sogenannten EuroGeoPoints -, die mit anschaulichen Graphiken und verständlichen Texten die geologisch-naturkundliche Entwicklung des Lebensraumes der jeweiligen Geopark individuell verdeutlichen.
Errichtung von Geoinformationsstellen - sogenannten EuroGeoCentern -, die an geeigneten Standorten themenbezogen und mit moderner Informationstechnologie über besondere erdgeschichtliche Zeugnisse und Vorgänge sowie über den jeweiligen GeoPark informieren sollen.
  • Durchführung von periodischen, geologisch-naturkundlichen Veranstaltungen unterschiedlichster Art (Vorträge, Seminare, geführte Wanderungen, Exkursionen, Diashows etc.) - sogenannte EuroGeoEvents.
  • Herausgabe eines allgemeinverständlichen geologisch-naturkundlichen Führers sowie Broschüren über den EuroGeoPark.
  • Förderung geowissenschaftlicher Forschung in geologisch-paläontologischen Schlüsselgebieten des EuroGeoParks.
  • Beratende und unterstützende Begleitung für eventuellen neue Partner, die zu einem späteren Zeitpunkt in das Projekt EuroGeoPark einsteigen werden.
Das Projekt EuroGeopark soll auf breiter Basis finanzielle und fachliche Unterstützung erhalten. Das Projekt lässt sich nur mit finanziellen Mitteln von Institutionen wie der Europäischen Union, der UNESCO, den Kommunen und Tourismusverbänden der Regionen sowie von privaten und sonstigen öffentlichen Trägerschaften verwirklichen.